“Ich bin stolz auf mich!” 27.03.2017

So oder so ähnlich lauteten die Kommentare der 114 Schülerinnen und Schüler während der Wintersport-Woche in Saalbach-Hinterglemm in Österreich direkt vor den Faschingsferien; seit fast 20 Jahren fahren die Uffenheimer in dieses 270 Pisten-Kilometer umfassende Skigebiet und verbringen mitten auf der Skipiste - auf der „Breitfußalm“ in 1740 Meter Höhe - ihre Wintersportwoche. Die über 100 Jugendlichen mit ihren 13 Lehrern hatten viel Glück mit dem Wetter und wenn die Siebtklässler der Realschule und des Gymnasiums dann einen Hang bewältigt hatten, waren natürlich der Stolz und das Glücksgefühl riesig, sodass Ski bzw. Snowblade fahren bei fast allen nur „geil“ war.

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Selbstverständlich gab es auch Frust und Enttäuschung, wenn man die Kurve erneut nicht schaffte und wieder in den Schnee fiel, doch bissen sich die meisten durch und kämpften mit der neuen Sportart, die am Ende der Woche fast alle sehr gut beherrschten. Es gab aber auch drei Fortgeschrittenengruppen, die in den Tagen mit ihren Skilehrern ganz viele Feinheiten dazulernten. Sie verbesserten ihren Stil und ihre Technik wurde von Tag zu Tag besser. Der Lernzuwachs bei den Anfängern war hingegen logischerweise viel größer: die ersten Stunden vergingen mit der Gewöhnung an die Skier unter den Füßen (siehe Foto); es wurde gelaufen, gestiegen, gerutscht, geglitten, Gleichgewicht gehalten – oder auch nicht - und vieles mehr. Am Nachmittag ging es immer weiter den „Idiotenhügel“ hinauf und die ersten Bögen und Schwünge gelangen.

Bereits am zweiten Tag benutzten die allermeisten den Anfängerlift direkt hinter der Breitfußalm, um nach oben zu kommen. Am Nachmittag hatte Skikursleiter Jürgen Jüllich mehrere Kurse mit Stangen und Pylonen ausgesteckt, sodass jeder individuell nach seinen Leistungen üben konnte. Am dritten Tag traute die Mehrzahl der Bomhard-Skilehrer ihren Gruppen zu, dass sie die blaue bzw. rote Piste bewältigen können. Brauchte man am Anfang noch fast eine Stunde für eine komplette Abfahrt, um wieder an der Ausgangsstation Breitfußalm anzukommen, so verringerte sich das nach jeder Fahrt fast um die Hälfte – am Schlusstag fuhren fast alle Anfänger diese  Strecke in wenigen Minuten!

Doch nicht nur der Sport im Freien gefiel den 13 – 14 Jährigen. Sie spielten drinnen Tischtennis, wobei manche sich gegen die Lehrer versuchten, erfuhren viel über den Alpenraum in einem Lawinenkundevortrag oder spielten Gesellschaftsspiele mit den Pädagogen (siehe Foto). Skilehrer Hans-Wilhelm Knörr und Jürgen Jüllich sangen auch mit Gitarrenbegleitung mit den Jugendlichen. Langweilig wurde es selten, denn früh und Nachmittag wurden die Schüler auf der Piste gefordert. Hier kam auch die soziale Komponente zum Tragen. Stürzte ein Schüler, halfen die anderen und warteten auf ihn, es wurden Getränke und Süßigkeiten auf der Piste geteilt oder man lobte einen Mitschüler, dass er das steile Stück ohne Sturz geschafft hatte. Auch in den Zimmern (gegenseitige Rücksichtnahme, Ordnung und Sauberkeit, …) oder beim gemeinsamen Tischdienst, nach dem leckeren Essen, lernten die Jugendlichen viel.

Am Abreistag waren alle traurig, da das Wetter hervorragend gewesen war und die Berge mit dem Schnee, der in der Sonne funkelte, die Schülerinnen und Schüler beeindruckt hatte. Sie hatten in den Wintersporttagen sehr viele Erfahrungen sammeln können, sodass es fast nur Stimmen gab, die sagten: „Können wir nicht noch eine Woche bleiben?“ oder „Können wir nächstes Jahr wieder fahren?“ Das Verhältnis Schüler – Lehrer war ebenfalls prima, war man doch eine ganze Woche zusammen bei „Arbeit“ und Freizeit, sodass ein ganz anderer Umgang miteinander viel Vertrauen und Zusammenhalt schaffte!

 


Text: RL

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Sport und Gesundheit