Berufsinfos aus erster Hand in lockerer Atmosphäre 08.03.2014

Sehr locker „warfen“ sich die Firmenvertreter, die fragenden Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler auf dem Podium die „Bälle“ zu, als das zweite „Bomhard-Forum“ im Atrium der Christian-von-Bomhard-Schule statt fand. Bei dieser Podiumsdiskussion waren vier Firmvertreter geladen (Frau Geuder-Horn – Geuder Haushaltswaren/hagebau, Herr Oppelt – Raiffeisenbank Uffenheim, Frau Trabert – Kindergarten sowie Herr Saemann – Firma Necotec), die den Zuhörern, also allen Neunt- und Zehntklässlern der Realschule, wichtige Informationen über ihre Erfahrungen mit dem Thema „Bewerbung“ geben konnten. Im Vorfeld hatten die Organisatoren Uta Kirschnick, Ruth Pliz und Christian Köberlein mit vier Schülervertretern Fragen ausgearbeitet, die dann von den „Experten“ beantwortet werden sollten.

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Schulleiter Johannes Roth begrüßte alle Anwesenden, auch Vertreter des Elternbeirats, des Stiftungsvorstand sowie des Stiftungsrates; anschließend übergab er das Wort an die Leiterin der Realschule, Margot Diefenthaler, die ebenfalls ein gutes Gelingen wünschte und die vier Jugendlichen auf dem Podium vorstellte: Pirmin Krämer (9 b), Lea Himmelein (9 b), Sabrina Breitschwerdt und Samuel Sturm (beide 9 a). Danach waren die Firmenvertreter mit einer kurzen Vorstellungsrunde an der Reihe. Zuerst kam Herr Oppelt – ehemaliger Bomhard-Realschüler – zu Wort und verwies auf die über 200 Mitarbeiter, die die VR-Bank hat – hier steht insbesondere die kaufmännische Ausbildung im Zentrum. Frau Geuder-Horn berichtete über ca. 30 Beschäftigte in ihrer Firma und erwähnte nicht ohne Stolz die über 100jährige Firmentradition.

Eine ähnliche Zahl an Beschäftigten besitzt die Firma Necotec; hier umriss Herr Saemann kurz das Aufgabenfeld seiner Computerfirma. Frau Trabert beendete die Einführungsrunde mit einem kurzen Statement als Kindergartenleiterin, wobei sie betonte, dass sie „stellvertretend für die gesamte Kindergarten-Landschaft“ spreche. Alle vier bekräftigten ihre Bereitschaft, alle gestellten Fragen ausführlich zu beantworten. Danach gab die Moderatorin Frau Diefenthaler wortwörtlich das „Feuer frei“ für die erste Frage durch Sabrina Breitschwerdt. Ihre Frage zu der „besten Bewerbungsform“ beantworteten alle vier Kandidaten eigentlich sehr einheitlich: Wichtig sei die fehlerfreie schriftliche Bewerbung, wobei jedoch der persönliche Kontakt und das direkte Kennen lernen noch aussagekräftiger sei. So stehen Praktika oder Schnupperlehren ganz hoch im Kurs bei den Firmen, wenn es um das Herausfinden von Eignungen geht!

Dies muss aber schon sehr frühzeitig laufen; bereits zum Halbjahr der neunten Klassen sollte hier angefangen werden – „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, ergänzte Herr Oppelt diesbezüglich. Entscheidend sei auch, dass die jugendlichen Bewerber sich darüber klar werden, „ob der Beruf überhaupt etwas für sie ist“. betonte Herr Saemann auf die entsprechende Frage. Die Freude der Zuhörer über die Aussage von Herrn Oppelt, dass „Noten nicht alles sind“ wurde dann doch etwas relativiert. Das Gesamtbild ist hier entscheiden. Ist mal irgendwo eine schlechte Note „als Ausrutscher“ dabei, dann macht das nichts aus. Dem stimmte ebenso Frau Trabert bei; ihr sind Eigenschaften wie positive Grundhaltung, Flexibilität, Teamfähigkeit, sprachliche Gewandtheit oder beispielsweise Kreativität viel wichtiger!

„Früher war der Schnitt entscheidend, heute steht die gesamte Person im Fokus“, das war der Tenor aller Podiumsgäste. Natürlich ist im Kindergarten eher eine sportliche oder musische Vorliebe des Bewerbers sinnvoll, während beim Verkäufer das „gepflegte Erscheinungsbild“ – wie Frau Geuder-Horn es ausdrückte – im Mittelpunkt steht. Einen wichtigen Tipp gab Herr Saemann zum Thema „facebook“, nicht nur er, sondern auch ganz viele andere Personalchefs checken dort, was sie über ihre aktuellen Bewerber finden! Interessiert folgten die Neunt- und Zehntklässler den Ausführungen der befragten; zwischendurch gab es Getränke durch die Schülerfirma „bomfood“, die auch am Ende für leckere Häppchen sorgte. Viele weitere Fragen – Anzahl der Ausbildungsplätze, Verdienst, Aufstiegsmöglichkeiten – brachten etliche weitere Erkenntnisse.

Allen vier Podiumskandidaten merkte man an, dass sie mit Begeisterung ihren Beruf ausüben und dies an junge Leute weiter geben wollen. Sie wollen am Ende der Ausbildung zudem, dass ihre Lehrlinge gut abschneiden! Dies gelte ebenso für die Lehrer hier an der Schule, warf Frau Diefenthaler ein, die nach kurzweiligen 90 Minuten die Diskussion beendete und auf die Lounge einlud, wo die Schülerfirma alles vorbereitet hatte, damit im Anschluss noch Einzelgespräche geführt werden konnten. Hier gab zusätzlich noch interessante Unterhaltungen zwischen Firmenvertreten, Ehrengästen, Schülern und Lehrern, die alle am Ende zu der Erkenntnis kamen, das das zweite Forum hervorragen gelungen war!


Text: Ralf Lischka
Bilder: Ralf Lischka

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Förderung und Beratung