„Ich habe ja eine Aufgabe!“ 24.02.2018

Diese Worte stammen vom ersten Bürgermeister der Stadt, von Wolfgang Lampe. Er gab dies zur Antwort, als ihn die Zehntklässler der Christian-von-Bomhard-Schule im Rahmen ihres Unterrichtsgangs ins Rathaus fragten, was er denn den ganzen Tag so mache. Natürlich könne er mal nur kurz die Post machen und sich dann in der Therme ausruhen, da ihm aber Uffenheim am Herzen liege und er wiedergewählt werden wolle, setze er sich trotz der Freiräume, die er hätte, zum Wohle der Stadt ein, nimmt Termine wahr, leitet Besprechungen oder wälzt Zahlen. Sehr interessiert lauschten die Jugendlichen den Berichten des Stadtoberhaupts – vieles hatten sie bereits zuvor im Sozialkundeunterricht ihrer Lehrer Verena Metz (10 a und b R) und Ralf Lischka (10 c R) gehört, konnten aber nun mit praxisnahen Beispielen und Anschauungsmaterial (Herr Lampe hatte z. B. Haushaltsentwürfe dabei) manches besser verstehen.

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Die drei Klassen der Realschulabteilung hatten mit Tafelbildern, Schulbüchern und Wahlzetteln im Original vom Jahr 2014 sich dem Thema „Stadt/Gemeinde“ genähert und etliche Stunden im Unterricht theoretisches Wissen über Uffenheim gesammelt; anschließend hatte die C.-v.-B.-Schule wie jedes Jahr im Frühjahr mit dem Bürgermeister einen Termin vereinbart, damit die Schülerinnen und Schüler „Live“-Erfahrungen“ sammeln können. Sehr anschaulich erzählte Herr Lampe über das Rathaus, die über 100 Beschäftigten der Stadt und die Verteilung der Stadträte nach Parteien im Sitzungsaal; so konnten sich die Jugendlichen gut vorstellen, auf welchen Plätzen sie gerade sitzen. Er gab anschließend detailliertere Einblicke ins Einwohnermeldeamt, ins Stadtbauamt sowie in die Verwaltung allgemein.

Natürlich sprachen die Jugendlichen auch das Thema „Hallenbad“ an. Hier stellte Herr Lampe die aktuelle Situation dar und erklärte, wann welche Maßnahmen zur Sanierung beginnen und was das ganze kostet. Hier zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass alles wie geplant klappt. Neben den freiwilligen Aufgaben der Stadt (Hallenbad, Freibad, Bücherei,…) wurden ebenso die Pflichtaufgaben der Gemeinde kurz angerissen (Schule, Feuerwehr). Perfekt wurde so die Unterrichtstheorie den Schülern praktisch nahe gebracht. Interessiert folgten die Zehntklässler den Erklärungen über die zukünftigen Planungen der Stadt: Sanierung der Fenster der Stadthalle, Fahrradweg nach Brackenlohr, Hallenbad-Sanierung, Hochwasserschutzmaßnahmen und vieles mehr wurden von Herrn Lampe aufgelistet – viele Aufgaben und Kosten für Uffenheim!

Nach einer knappen Stunde für die jeweils drei zehnten Klassen gingen die Jugendlichen wieder in den Unterricht zurück mit der Erkenntnis, dass sich Theorie-und Praxiswissen sehr gut ergänzen lassen und man viel fürs spätere „Bürgerleben“ mitnehmen kann an politischen Erkenntnissen! Informationen gab es auch für jeden in Form einer Broschüre über Uffenheim sowie den Stadt-Radiergummi (siehe Foto). Da die dritte zehnte Klasse im Anschluss frei hatte und mit ihrer Lehrerin Frau Metz Döner essen ging, schloss sich der hungrige Bürgermeister spontan an (siehe Foto)  und konnte noch einige privatere Fragen beantworten.


Text: RL

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Kommunikations- und Partizipationskultur