Internat wird bald energetisch saniert 22.04.2019

Eine ganze Stunde lang ging es nur um Fenster, Gänge, Keller oder Türen, doch die zahlreichen  Zuhörer  in einem Klassenzimmer der C.-v.-B.-Schule waren interessiert bei der Sache und stellten auch viele Detailfragen, die alle sachkundig von Architekt Martin Hahn beantwortet wurden. Im fast vollen Zimmer waren die komplette Schulleitung der Bomhard-Schule (Malcher, Lockl, Lischka, Specht, Metz), der Stiftungsvorstand, Dr. Fred Zeller, die Internatsleitung, etliche Stiftungsräte sowie der Geschäftsführer Christoph Kilian und der TBL Friedrich Bauer anwesend. Das Thema „Internatssanierung“ beschäftigt viele Gremien nun schon seit Jahren; doch nun wird es ernst: Nach den Pfingstferien geht es endlich los.

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Mit vielen Folien mit exakten Grundrissen und Querschnitten konnten sich alle ein Bild der geplanten Maßnahmen machen (siehe Bild; links unten ist die achteckige Kapelle; oben der Ostbau). Zuerst sind der Luther- und der Melanchton-Bau an der Reihe (Baujahr 1959 und 1969); bereits vor einigen Jahren wurde innen alles saniert, jetzt finden beispielsweise folgende Arbeiten im Außenbereich statt: Austausch der Fenster, Abbruch der Balkone (Kältebrücken), Einbau von Außentreppen als Fluchtweg und Neugestaltung des Brandschutzkonzeptes. Zudem ist geplant, eine Zuleitung vom städtischen Blockheizkraftwerk zum Internat zu verlegen. Hauptziel aller Maßnahmen ist die energetische Sanierung der Gebäude – natürlich wird somit auch die Optik erheblich verbessert und die Heizkosten werden massiv gesenkt. Die Kapelle (rechts) wurde bereits saniert, der ehemalige Verbindungsgang zum Internat wird in Kürze abgerissen (siehe Foto).

In akribischer Vorarbeit wurde dabei bedacht, wie welche Leitungen zu führen sind, welche Zugänge wo geschlossen bzw. neue entstehen müssen. Außerdem wurde sorgfältig überlegt, wie dann wo welche Internatsschüler in andere Zimmer umziehen müssen. In einer zweiten Bauphase geht es dann 2020 weiter. Insgesamt betragen die Kosten der Internatssanierung ca. 3,75 Millionen Euro. Dabei flossen von vielen Seiten Gelder nach Uffenheim. Die Stadt, die Regierung von Mittelfranken, die evangelische Kirche, der Landkreis und selbstverständlich auch die Bomhard-Stiftung selbst packen mit an, um das Vorhaben gut umzusetzen.


Text: RL

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