Lesen wird stark gefördert in Uffenheim 16.10.2019

Der Forderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Internationalen Grund­schul-Lese-Untersuchung (IGLU), mehr zu lesen, kommt die Christian-von-Bomhard-Schule in Uffenheim mit ihrem neuen Konzept der Lesekisten in Zukunft insbesondere nach. Die Untersuchung hat nämlich gezeigt, dass Deutschland hinsichtlich der Leseleistung seit der letzten Erhebung (2001) von 16 Staaten überholt wurde. Da Lesen aber eine grundlegende Technik und somit der Schlüssel zum Bildungserfolg ist, wird dem Lesen an der Bomhard-Schule nun ein noch größerer Stellenwert zugeordnet. Sowohl der Elternbeirat als auch die Lehrerinnen und Lehrer sind sich darüber einig, dass Lesen als Aufgabe aller Fächer verstanden werden muss, um dem Absinken der Leseleistungen und den daraus resultierenden Verständnisschwierigkeiten hinsichtlich unterschiedlichster Aufgabenstellungen entgegenzuwirken. Somit hat es sich die Schule zur Aufgabe gemacht, in Uffenheim Anregungen zu setzen, dem Lesen auch in der Freizeit und im Elternhaus wieder einen höheren Stellenwert zu verleihen.

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Da die Leseleistung vor allem durch die Förderung von regelmäßigem Lesen gestärkt wird, wurde an der C.-v.-B.-Schule ein Konzept entwickelt, bei dem das Lesen so im Schulalltag integriert wird, dass den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung des „Schmökerns“ wieder mehr ins Bewusstsein gerückt wird. Daher lesen die 5. und 6. Klässler des Gymnasiums und der Realschule wöchentlich eine Schulstunde lang. So wird den Kindern innerhalb der regulären Stundentafel sichtbar ein Leseanlass geboten. Jede Klasse bekommt hierzu ihre eigene Lesekiste (siehe Foto), die mit Büchern unterschiedlichster Gen­res (beispiels­weise Ro­mane, Fantasy-Geschichten, Sachbücher, etc.) bestückt ist, um den Ge­schmack möglichst aller Kinder zu treffen. Einmal in der Woche holen sich somit die Schülerinnen und Schüler ein Buch aus der Lesekiste, legen es am Ende der Stunde zurück und lesen in der darauffolgenden Woche weiter. Jedes Kind erhält eine Leseliste, in der die gelesenen Bücher eingetragen werden. So haben die Kinder/Jugendlichen ihren Leseerfolg stets vor Augen, wodurch sie weiter motiviert werden. Darüber hinaus können die Lesekisten auch in Vertretungsstunden sinnvoll zum Einsatz kommen.

Die Christian-von-Bomhard-Schule freut sich zusammen mit den Initiatorinnen Anja Wörlein und Carina Scheer, dieses Konzept ab Mitte Oktober in allen 5. und 6. Klassen starten zu können. Denn die Schule ist überzeugt davon, dass die Herausforderung, die Leseleistung der Bomhard-Schüler stetig zu verbessern, somit noch besser bewältigt werden kann.


Text: Ralf Lischka

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Philosophische und literarische Angebote