Was ist die beste Wahl? 08.05.2017

Es ist nicht einfach, zur Mitte des Schuljahres bzw. am Ende der sechsten Klasse eine wichtige „Vor“-Entscheidung zu treffen, vor allem dann, wenn alle vier Angebote, die unterbreitet werden, prima klingen: Die Rede ist vom Infoabend für die vier Wahlpflichtfächergruppen an der Realschule der C.-v.-B.-Schule. In der sechsten Klasse müssen sich die ca. 12 jährigen Schülerinnen und Schüler entscheiden, welchen Zweig sie ab der siebten Klasse belegen wollen: Wählen sie Zweig eins, zwei, drei a oder drei b? Die jeweiligen Fachvorsitzenden der betroffenen Fächer stellten im gut gefüllten Atrium der Christian-von-Bomhard-Schule ihre Richtungen vor und erklärten den anwesenden Kindern und Erziehungsberechtigten, wo die Schwerpunkte ihres „Profils“ liegen. Zuvor hatte der Abteilungsleiter der Realschule, Ralf Lischka, alle herzlich begrüßt und betont, dass alle Zweige zum Mittleren Bildungsabschluss führen und man sich mit der Wahl nichts verbaue – wer jetzt den Einserzweig mit den Profilfächern Mathe und Physik wählt, kann trotzdem beispielsweise auf eine soziale FOS gehen oder sein Abi nachmachen.

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Zuerst erklärte Elisabeth May (siehe Foto), wieso Zweig eins Vorteile bietet: Neben den drei für alle verpflichtenden Abschlussprüfungsfächern Deutsch, Mathe und Englisch, steht in der Wahlpflichtfächergruppe eins noch Physik auf dem Prüfungsplan; hier können natürlich auch Mädchen bestehen! In der Gruppe zwei liegt der Schwerpunkt auf BWR und WiR – also alle, die Richtung kaufmännische Ausbildung gehen wollen, wären hier gut aufgehoben, wie Verena Metz (Fachvorsitzende und Mitarbeiterin im Direktorium) erklärte. Im Zweig 3 a ist das vierte Fach, in dem die Prüfung geschrieben werden muss, Französisch. Klar, dass der, der die zweite Fremdsprache vier Jahre lang lernt, später (zum Beispiel beim eventuellen Besuch des Gymnasiums) im Vorteil ist, hat er doch den Part „Zweite Fremdsprache“ damit schon erfüllt. Hier versuchte Sandra Streiftau die Vorteile aufzuzeigen.

Prima Grundlagen für einen sozialen Beruf bekommt man bei der Wahl von „Sozialwesen“ (= 3 b). Dieses Fach begleitet ab der siebten Klasse dann die Schüler für vier Jahre und Nicole Hederer machte wie zuvor ihre Kolleginnen so gute Werbung, dass viele Eltern und Kinder feststellten, dass es nicht einfach ist, eine gute Entscheidung zu treffen. Doch Ralf Lischka konnte sie kurz vor der Verabschiedung etwas beruhigen, es gibt keine „richtige“ Entscheidung; man muss mit dem Kind Vor- und Nachteile abwägen und dann nach der momentanen Situation wählen. Im Anschluss an das Ende der Veranstaltung gab es noch zahlreiche Einzelgespräche, bei denen gute, individuelle Tipps von den „Lehrer-Experten“ gegeben werden konnten.


Text: RL

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