“Wir haben London unsicher gemacht!” 08.12.2014

Sonntag, der 19. Oktober 2014 um 21:30 Uhr. Dieser Zeitpunkt wurde uns zum Verhängnis. Von da an waren wir als „neue“ Klasse auf dem Weg nach London. Wie das im Bus so ist, konnte erst einmal niemand schlafen und somit waren wir, als wir am nächsten Morgen um ca. 7:15 Uhr in Calais ankamen, alle übermüdet und sehnten uns nach einer warmen Dusche. Etwa eine halbe Stunde später ging unsere Fähre nach Dover. Dort angekommen, fuhren wir weiter bis nach Canterbury, wo wir eine alte Burg besichtigt haben und schon ein bisschen „shoppen“ gehen konnten. Danach ging die Reise weiter nach Greenwich, bis zur Themse. Dort war es allerdings so windig, kalt und fing an zu regnen, dass die Hälfte der Klasse schon 2 Stunden früher im Bus saß als geplant. Letztendlich ging es nach Eltham, wo wir endlich von den Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Alle waren gespannt und hofften in eine nette Familie zu kommen. Am nächsten Morgen beim Bus angekommen, gingen die Erzählungen über die Gastfamilien los. Es war eigentlich so gut wieder jeder zufrieden, daher an dieser Stelle ein kleines Lob an Herrn Keil, der sich beim Reiseunternehmen eingesetzt hat, dass wir so gute Familien bekommen. J

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Wir brauchten von nun an jeden Tag gute 2 Stunden für 14 Kilometer bis nach London. Als erstes stand eine  Sightseeing Tour quer durch London auf dem Plan. Allerdings wurde diese schnell von der Queen zerstört. Wir mussten zu Fuß zum Buckingham Palace laufen, wobei wir am Ende die Queen, Kate, William und mehrere Minister gesehen haben. London hat sich schon gelohnt. J

Von dort aus liefen wir weiter zum London Eye und zum London Dungeon, wo wir erst einmal gute 2 Stunden auf unseren Klasseleiter warten mussten, da dieser die Eintrittskarten im Bus vergessen hatte und der Bus irgendwo in London herum irrte. Wir nutzten die Zeit um uns zu Stärken und Erinnerungsbilder zu machen. Als er nun endlich wieder zu uns fand, ging es los - ein Teil ins Dungeon, der andere ins Eye, oder beides. Die Aussicht beim London Eye ist bei schönem Wetter einfach traumhaft! Aber egal wie, nächster Treffpunkt war das British Museum. Das war auch so eine Geschichte für sich! Selbstständig an Treffpunkte kommen, obwohl wir noch nie dort waren. Es war eine lange Zeit, bis wir alle, mit den Nerven am Ende, am Museum ankamen und Herr Keil uns mit seinem berühmten Lächeln empfangen hat. Danach ging es wieder gut 2 Stunden zurück zum Treffpunkt mit den Gastfamilien. Doch die Fahrt zurück wurde mit unserem Busfahrer, dem Walter, nie langweilig! Laute Musik und Gesang einiger Mitschüler waren ab diesem Abend Standard auf der Heimfahrt.

Mittwochs hatten wir nur zwei Sachen auf dem Programm: The Imperial War Museum und ein Musical. Doch auch bei nur zwei Programmpunkten kann viel danebengehen. So fing es an, dass wir eine Stunde, bevor das Museum öffnet, dort waren. Die Zeit nutzten wir um noch ein paar Dinge in London anzuschauen. Danach hatten wir eine Stunde Zeit, dass Museum zu besichtigen. Als wir dies in ausreichender Form getan hatten, konnten wir erst einmal Mittagspause machen und mal wieder zu einem Treffpunkt kommen, wo wir noch nie waren. J Als wir alle wieder vereint waren, begaben wir uns zum Musical „The Lion King“. Dieses Musical ist nur zu Empfehlen - vor allem auf Englisch. Auch dieser Tag neigte sich wieder zum Ende und es ging zu den Gastfamilien. Dort stand „Packen“ auf dem Programm, da es am nächsten Tag schon wieder nach Hause ging.

Letzter Tag in London: Als erstes haben wir uns natürlich bei den Gastfamilien verabschiedet und für die Gastfreundschaft bedankt! J Als wir vollzählig waren, fuhren wir los. Heute stand außer Shoppen und einem Abendgottesdienst nichts auf dem Programm! Sieben geschlagene Stunden hatten wir Freizeit, die wir natürlich unterschiedlich verbrachten. Die einen haben sieben Stunden am Stück geshoppt, während andere sich die Gegend (z. B. Hyde Park) noch ein wenig angeschaut haben. Nach dieser langen Zeit besuchten wir als Abschluss noch einen englischen Abendgottesdienst. Danach wurde noch ein Klassenfoto geschossen und wir hatten noch kurz Zeit uns mit Getränken und Nahrung für die Nacht einzudecken. Von der Cathedral aus ging es zum Bus und Richtung Fähre. In Dover angekommen, erfuhren wir, dass unsere Fähre wegen Sturm nicht angelegen kann. Also begann die ungewisse Warterei. Nach ca. 2 Stunden warten, kam endlich die Nachricht, dass wir auf die Fähre können. Diese fuhr in einer statt zwei Stunden bis nach Calais. Im Bus angekommen, schlief jeder bis zum nächsten Morgen. Erste Haltestelle, erst einmal einen Kaffee trinken um wach zu werden. Von dort aus fuhren wir nur noch gute 2 ½ Stunden bis nach Uffenheim. Endlich wieder Zuhause angekommen!

Zum Schluss muss man aber sagen, dass es eine relativ gelungene Kennenlernfahrt nach London war. Wir, die Klasse 11 FOS, bedanken uns bei unseren begleitenden Lehrern, Frau Ernst und Herr Keil, dass sie diese Fahrt zusammen mit uns gemacht und durchgestanden haben! Vor allem aber danken wir Frau Ernst, die mitgefahren ist, obwohl sie uns weder unterrichtet, noch kennt! Herrn Keil danken wir natürlich dafür, dass er alles so gut organisiert hat. Aber ein richtig fettes Dankeschön geht an unseren Lieblingsbusfahrer, den Walter! Er hat uns überall sicher hingebracht, sich mit uns unterhalten, Musik durch die Lautsprecher angemacht, mit zusätzlichem Lichtflackern beim Refrain. Ohne Walter wäre es keine so lustige und stimmungsvolle Fahrt im Bus geworden! Danke an alle! J

 


Text: Carolin Wolf

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