„Bleibt individuell und nicht austauschbar“ 10.07.2023

Die Big Band machte mit „Latin Fire“ den Anfang und „kündigte“ an, dass es nun offiziell losgeht im Atrium der C.-v.-B. Schule bei der diesjährigen Abiturfeier in Uffenheim. Zuvor hatten alle die Möglichkeit, sich in lockerer Runde beim Sektempfang schon etwas einzustimmen auf die kommende Veranstaltung. Mit der Andacht durch Pfarrer Marvin Knoke startete die Abschlussfeier. Gebete, Lieder und Fürbitten umrahmten die sehr tiefsinnige und kritische Analyse der Schulzeit der Jugendlichen und des aktuellen Zeitgeistes im Rahmen seiner Ansprache an die Anwesenden; dabei gab der Pfarrer den Entlassschülern mit: „Geht hinaus in die Welt und macht sie besser!“

Galerie ansehen

Philipp Specht (stellvertretender Schulleiter Gymnasium) begrüßte nach dem „Final Countdown“ durch die Big Band die Gäste im Atrium und führte im Anschluss gewohnt charmant und kurzweilig durch den Spätnachmittag. Ehrengäste waren unter anderem die Stellvertreterin des Landrates, Ruth Halbritter, der zweite Bürgermeister Uffenheims, Herrmann Schuch, der Vorsitzende des Elternbeirates Stefan Riedel, Stiftungsrat Harald Trabert, der Vorsitzende der C.-v.-B.-Stiftung, Fred Zeller, sowie weitere Mitglieder des Elternbeirates und Vertreter der örtlichen Kreditinstitute. Auch Eltern, Lehrer, Mitglieder der Schulleitung, Geschäftsführer, technischer Dienst, Sekretariat und natürlich die Abiturienten wurden begrüßt bzw. es erging an alle Unterstützer ein großer Dank.

In ihren Grußworten hoben Ruth Halbritter, Herrmann Schuch und Gabi Hegwein (für den Elternbeirat) unisono hervor, dass für die Absolventen „die Zukunft vor Ihnen liegt“ und „von uns allen gestaltbar ist“. Schuch betonte, „dass sich nicht alles in Noten niederschlägt“, was in der Schule gelernt wird. „Abi Vegas – wir haben um jeden Punkt gepokert!“ war das Motto der diesjährigen Abituria, das Hegwein in ihrer einfühlsamen und zum Schmunzeln anregenden Rede öfter aufgriff und mit dem abschließenden  Lob interpretierte: „Sie können stolz auf sich sein!“. Für einen stimmungsvollen Übergang sorgte der Schulchor mit „Set Fire to the Rain“ (Adele), was zu viel Applaus führte.

Schulleiter OStD Alfred Lockl war nun mit seiner Abiturrede an der Reihe und begann mit einem Rückblick auf den Chor, dass er sich extrem freue, „dass die Musik wieder lebt an der Bomhard Schule“. Sein Thema der Rede war: „UI versus KI“. Schnell war allen klar, dass KI „Künstliche Intelligenz“ bedeutet, denn Lockl erklärte den Anwesenden, dass bei den Abiturprüfungen im letzten Jahr seine erfundene Person „Karin Ilg“ (= KI) noch die Note Fünf erreicht hätte, aber dieses Jahr „Karin Ilg“ im Abitur eine Zwei geschrieben hätte. Er hob das „gigantische Potential“ der KI hervor, jedoch nicht, um das per se gut zu finden, sondern um

 

den Schülern klar zu machen, dass das nicht alles ist! „Bleibt individuell und nicht austauschbar. Denn es kommt nicht auf die Erfindung an, sondern auf den Umgang damit.“ Gewohnt humorvoll schloss der Gesamtschulleiter seine Rede mit positiven Gedanken zu dem respektvollen, anständigen Umgang der Q 12 untereinander und mit den Lehrern: „Ihr habt Herz und Hirn und seid daher der KI überlegen! Denn ihr seid ´UI´– nämlich ´Uffenheimer Intelligenz´! Ich war sehr gerne Schulleiter für euch!“

Einen sehr warmherzigen Rückblick auf die Schulzeit präsentierten anschließend die Schülervertreterinnen Johanna Hentschel und Lara Kuhnigk. Dann folgte der lang ersehnte Höhepunkt der Veranstaltung: Es wurden die Zeugnisse von Lockl, Specht und dem Oberstufenkoordinator, Johannes Wölfel, überreicht. Ulrike Streng (Verein der Freunde der C.-v.-B. Schule) und Stefan Riedel überreichten jedem Absolventen noch eine Rose. Von den 36 erfolgreichen Schülern haben elf eine Eins vor dem Komma; beste Schülerin war Lara Kuhnigk (siehe Foto) mit dem Notenschnitt von 1,2. Sie erhielt zudem den Biozukunftspreis für herausragendes Interesse und besonderen Erfolg im Fach Biologie. Kuhnigk war schulisch sehr engagiert: Seit der achten Klasse war sie in der SMV, von 2018 bis 2019 stellvertretende Schülersprecherin und ab der 10. Klasse erste Schülersprecherin. Zudem war sie seit der 6ten Klasse Mitglied der Rockband. Kuhnigk ist ein gutes Beispiel für das, worauf die Bomhard Schule viel Wert legt: Nicht nur gute schulische Leistungen sind wichtig, sondern auch soziales, musikalisches oder ehrenamtliches Engagement und ein Einsetzen für die Gemeinschaft sind essentiell – was auch Lockl in seiner Rede hervorhob. Nach der Veranstaltung in der Schule ging es gemeinsam zum Essen und Trinken; so klang ein wunderschöner Nachmittag mit einem harmonischen Abend bzw. einer föhlichen Nacht aus.

10.07.2023

 

 


Text: Ralf Lischka
Bilder: Henning Braunsdorf

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Allgemein