Energieversorgung der Christian-von-Bomhard-Schule

Die CVB-Schule ist in verschiedene Energienetzwerke eingebunden. Sie bezieht Wärme und Strom von den Stadtwerken Uffenheim und betreibt Solarthermie-Anlagen (Turnhallen II + III) für die Warmwasserversorgung in den Sommermonaten. Darüber hinaus werden auf mehreren Dächern (Westbau + Turnhalle III) Photovoltaik-Anlagen vom Evangelischen Solarfond betrieben, welche Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Der überwiegende Teil der Wärmeversorgung wird durch ein Blockheizkraftwerk (am „Brückle“) bereitgestellt, welches mit CO2-neutralem Biogas aus Gollhofen betrieben wird und durch umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung Strom ins öffentliche Netz einspeist.

Durch die Installation der Solarthermie-Anlagen im Jahr 2014 konnte eine bedeutende Energieeinsparung von knapp 15 % des Wärmeenergieverbrauchs erreicht werden1. In den Sommermonaten kann nun auf den Betrieb der Heizungsanlage, der mit verhältnismäßig hohem Gasverbrauch und langen und verlustreichen Leitungswegen für das Warmwasser verbunden ist, verzichtet werden.

1 Der Wert von etwa 100.000 kWh/a wurde anhand des Durchschnitts des Wärmeenergieverbrauchs in den Sommermonaten, der ab 2015 auf 0 kWh gesunken ist, berechnet.

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Die Energie-Flüsse des Blockheizkraftwerks in den Jahren 2014 und 2015 lassen sich noch etwas genauer aufschlüsseln. Hierbei wird das Jahr 2014 als repräsentativ betrachtet, da die an die Schule gelieferte Wärmemenge dem langjährigen Mittelwert von 700000 kWh/ a entspricht.

Zur Wärmeversorgung der Schule und des Hallenbades wird das BHKW, dessen Gasmotor eine Leistung von 135 kW für die Stromerzeugung und etwa 270 kW Wärmeleistung liefert, durch zwei Heizkessel mit einer Wärmeleistung von jeweils 500 kW ergänzt. Diese werden bei niedrigen Außentemperaturen zugeschaltet, wenn die Wärmeleistung des BHKWs nicht ausreicht.

Der Gesamtwirkungsgrad η des aus BHKW und Heizkesseln bestehenden Energieversorgungssystems beträgt 72 %. Dabei werden 26 % der eingesetzten Primärenergie in Strom umgewandelt und ins öffentliche Stromnetz eingespeist. 46 % der Primärenergie werden als Wärmeenergie zur Heizung von Schule und Schwimmbädern genutzt.

Sowohl das BHKW als auch die Heizkessel in der Schule werden durch die Stadtwerke Uffenheim über eine gemeinsame Zuleitung, ohne getrennte Zähler, mit Gas versorgt. Somit kann nur der Primärenergieeinsatz des Gesamtsystems angegeben werden. Die Stadtwerke speisen jährlich 2,7 Mio. kWh Gas aus der Biogasanlage Gollhofen in das Gasnetz ein und ordnen diese Energiemenge auf logischer Ebene der Versorgung des BHKWs zu. Zum Betrieb des gesamten Energieversorgungssystems ist jedoch zusätzliches Erdgas erforderlich, welches auf logischer Ebene dem Betrieb der Heizkessel in der Schule zugeordnet wird. Diese Erdgasmengen unterliegen starken jährlichen Schwankungen (2014 waren es 30.000 kWh, 2015 wurden 300.000 kWh benötigt).

Aufgrund der fehlenden getrennten Verbrauchsermittlung kann der Anteil von BHKW und Heizkessel an der Wärmeerzeugung der Schule nicht exakt angegeben werden. Daher wird eine Abschätzung anhand der eingesetzten Primärenergie vorgenommen. Dieses Verhältnis BHKW : Heizkessel beträgt nach Angaben der Stadtwerke Uffenheim über mehrere Jahre gemittelt 9 : 1. Diese Abschätzung ist insofern legitim, da sowohl die Wärmeversorgung der Schule als auch des Hallenbades durch die Heizkessel unterstützt wird und das Freibad nur sehr geringe Wärmeenergiemengen bezieht.  Ein evtl. zu gering geschätzter Anteil der Heizkessel in der Schule kompensiert den geringeren Wirkungsgrad der Stromerzeugung bzw. Wärmverluste zwischen BHKW und Schule.